#49 Functional Food: Gesundheit to go?
Shownotes
Ob Kollagen-Kaffee gegen die ersten Anzeichen der Hautalterung, Eisen-Müsli zum Auffüllen der Eisenspeicher oder Energy-Drinks mit Mikronährstoffen: Die Lebensmittelindustrie macht den Konsumentinnen und Konsumenten häufig große Versprechen. Doch kann man diesen wirklich glauben? Martin macht sich auf die Suche nach Antworten: Er spricht mit Prof. Dr. Jan Frank, der an der Universität Hohenheim im Bereich der Biofunktionalität von Lebensmitteln forscht, sowie mit Julia Baschnagel, die als Ernährungsexpertin bei der AOK Baden-Württemberg arbeitet. Dabei erfährt er, wo funktionelle Lebensmittel ihren Ursprung haben, wie sie wirken können und warum eine ausgewogene Ernährung auch mit Functional Food wichtig bleibt.
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Links zum Thema:
Weitere Informationen zu Prof. Dr. Jan Frank: https://nutres.uni-hohenheim.de/jan-frank
Julia Baschnagel spricht über Foodkoma: https://open.spotify.com/episode/4k87IUg7HP1kms91hMYgBS?si=898fe007733a493f
Funktionelle Lebensmittel aus Sicht des Bundesinstituts für Risikobewertung: https://www.bfr.bund.de/lebensmittelsicherheit/gesundheitliche-risikobewertung-spezieller-lebensmittelgruppen/gesundheitliche-risikobewertung-von-angereicherten-lebensmitteln/gesundheitliche-bewertung-funktioneller-lebensmittel/
Pharmazeutisch und medizinisch geprüfter Artikel aus der Apotheken-Umschau: https://www.apotheken-umschau.de/gesund-bleiben/ernaehrung/funktionelle-lebensmittel-isst-man-mit-functional-food-wirklich-gesuender-1296817.html
Die wissenschaftliche Perspektive „A rational definition for functional foods“: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9559824/
Transkript anzeigen
Intro: Unterwegs für die Gesundheit. GESUNDNAH – der Podcast der AOK Baden-Württemberg.
Martin Hoffmann: Habt ihr schon mal von Functional Food gehört? Okay, also zugegeben, irgendwelche Funktionen hat Essen ja immer. Also egal welches Lebensmittel, irgendwalche Nährstoffe sind immer enthalten. Functional Food geht aber noch mal einen Schritt weiter. Hier dreht es sich um Lebensmittel die noch mal angereichert werden, zum Beispiel mit Vitaminen, Proteinen, Kollagen und so weiter. Für meine Recherche habe ich mich mal quer durchs Supermarktregal gefuttert. Griesbrei mit zusätzlichen Proteinen, Joghurt mit Kollagen, Quark mit Kreatin – das Angebot ist echt riesig groß. Ich bin Martin Hoffmann und in dieser Episode möchte ich mehr über Functional Food herausfinden. Wie gesund ist das eigentlich? Immerhin handelt es sich in sehr vielen Fällen um hoch verarbeitete Lebensmittel. Welchen Mehrwert haben diese Produkte, gibt es Risiken und sind sie ihr Geld wert? Ich muss gestehen Teilweise war es auch wirklich lecker und es ist mir deutlich einfacher gefallen auf meine Makronährstoffe zu achten, also die empfohlenen Tagesmengen einzuhalten. Gerade bei Proteinen fällt mir das häufig sehr schwer. Ihr merkt, es gibt viele Fragen bei dem Thema und die möchte ich heute klären. Zuerst geht's für mich an die Uni Hohenheim. Hier bin ich mit Prof. Dr. Jan Frank verabredet. Er leitet das Fachgebiet der Bio-Funktionalität der Lebensmittel und ist Dekan der naturwissenschaftlichen Fakultät. Mit ihm will ich vor allem besprechen, welchen Effekt Functional Food im Körper hat. Und welche Risiken es beim Konsum gibt. Danach fahre ich weiter nach Ravensburg zu Julia Baschnagel. Sie ist Ernährungsexpertin und Diätassistentin bei der AOK. Ich habe sie schon mal bei dem Thema Foodkoma getroffen. Sie berät viele Menschen, die Probleme mit Ernährungen haben und jetzt anscheinend immer häufiger auf Functional Food zurückgreifen. Ich bin jetzt an der Uni in Hohenheim, Gabenstraße 28, hoch ins erste OG. Und hier bin ich mit Professor Frank verabredet. Ich gehe mal rein in den Gang. So, hier sieht es aus nach Wissenschaft. Hier sind Labore. Muss ich mal gucken, ob ich ihn irgendwo sehe. Hallo, Herr Professor Frank.
Prof. Dr. Jan Frank: Hallo.
Martin Hoffmann: Hallo. So, jetzt. Hallo! Schön, dass wir da sein dürfen. Ja, sehr schön. Herzlich willkommen. Herr Frank, wo hat Functional Food seinen Ursprung und warum ist das Thema eigentlich überhaupt entstanden?
Prof. Dr. Jan Frank: Ja, das ist tatsächlich ein mittlerweile sehr altes Thema. Circa 30, 40 Jahre ist es her, dass in Japan die Regierung erkannt hat, alternde Bevölkerung, Zunahme altersabhängiger Erkrankungen. Da müssen wir was tun. Das geht sonst aufs Gesundheitssystem, auf die Kosten und hat eben die Prävention oder die Möglichkeiten der Prävention durch eine gesunde Ernährung erkannt. Und dann hat man damals überlegt, was können wir machen? Und hat sich für so ein Konzept entschieden, wenn wir Lebensmittel noch gesünder bekommen, als sie jetzt schon sind, dann könnte man eventuell, wenn die Menschen das mehr verzehren, altersabhängige Erkrankungen verringern und damit die Krankheitskosten senken. Und daraus entstanden ist so ein Konzept, FOSHU hieß das, Food for Special Health Use. Und das konnte man dann mit einem staatlichen Label quasi auf seine Lebensmittel drauf machen. Also letztlich die Vorstufe dessen, was wir mittlerweile in der EU als Healthclaims haben und tatsächlich auch der Vorläufer genau dieses Prozesses.
Martin Hoffmann: Also wenn ich es mir anschaue, wenn ich durch den Supermarkt gehe, so gefühlt die letzten zwei, drei Jahre persönlich, so mein Eindruck ist Functional Food erst ein Thema geworden oder liege ich davon?
Prof. Dr. Jan Frank: Tatsächlich ist es in der Forschung und auch in der Lebensmittelindustrie schon sehr viel länger ein Thema. Also dieses FOSHU-Konzept, wie gesagt, das kommt aus den 80er Jahren und hat dann natürlich in der Lebensmittel-Industrie weltweit, also in Europa natürlich auch, auf großes Interesse ist es dort gestoßen. Und die Industrie hat sich dann überlegt, es wäre doch super, wir hätten so ein Konzept auch. Und das war aber ein langer Prozess dahin, das dann auch zu machen. Damals konnte man einfach quasi etwas auf sein Lebensmittel draufschreiben, damit Werbung machen und hoffen, dass es Anklang findet beim Verbraucher und Nachfrage, dann war aber natürlich die Gesetzgebung da und sagte, naja, dass jetzt alle irgendwo was draufschreien, was gar nicht stimmt, ist auch nicht so richtig. Und dann gab es tatsächlich ein groß angelegtes EU-Projekt von der Europäischen Union auch gefördert, wo eben Lebensmittelindustrie, Lebensmittelüberwachung, also auch die Behörden mit dabei waren, aber auch Forscher, die versucht haben eben einen Prozess auszuarbeiten, mit dem man sicherstellen kann, dass die Verbraucher nicht getäuscht werden und dass die Lebensmittel wirklich halten, was sie versprechen. Und das ist letztlich das, was wir mittlerweile als Health Claims Verordnung europaweit als geltendes Recht haben. Und das erlaubt es jetzt, dass wir bestimmte, es gibt ein Regelwerk, auf dessen Basis diese Gesundheitswerbungsaussagen eben festgelegt werden. Das heißt, als Firma muss ich einen Antrag stellen. Muss wissenschaftliche Daten dazu haben und Studien, die eben zeigen, es gibt einen Zusammenhang zwischen einem bestimmten Wirkstoff oder einem bestimmte Lebensmittel, dessen Verzehr und einer Gesundheitswirkung. Und wenn ich da entsprechende wissenschaftlich Evidenz habe, die dann eben von der EFSA, also der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit... Geprüft und für gut befunden wird, dann darf ich das eben auch auf mein Lebensmittel draufschreiben. Also das Konzept ist auch bei uns schon länger in der Forschung sehr stark präsent und auch natürlich in Lebensmitteln. Und wir haben vielleicht mittlerweile mehr solcher Lebensmittel im Supermarkt, aber ich sag mal, mit Probiotika angereicherte Joghurt zum Beispiel kann sich jeder auch schon vor 20 Jahren erinnern. Also die sind nicht neu, sondern die gibt es schon lange.
Martin Hoffmann: Vielleicht ist bei mir einfach dieses Bild entstanden mit diesem überall steht mehr Protein drauf und so was. Vielleicht das seit zwei drei Jahren, dass das bei mir bei mir so hängen geblieben ist. Aber klar, wo sie sagen, naja, probiotische Joghurt, kann ich mich auch daran erinnern, die habe ich schon als kleiner Junge mal gekriegt, weil ist gut für dich, hieß es immer das mal noch zu essen. Ich würde noch mal kurz, dass ich, dass es für mich wirklich klar ziehen kann. Was macht ein Lebensmittel aus wissenschaftlicher Sicht funktional? Weil ich habe mir erst mal gedacht, naja, eigentlich hat ja jedes Lebensmittel irgendeine Funktion. Aber was macht es denn funktional?
Prof. Dr. Jan Frank: Ja, da sind wir tatsächlich wieder zurück in Japan, denn damals hat die Regierung dort und die Behörden gesagt, ein funktionelles Lebensmittel ist ein Lebensmittel, das über den normalen Nährwert hinaus ein Gesundheitsnutzen hat, um es mal ganz grob zu formulieren. Und das ist letztlich auch das, was man heutzutage unter einem funktionellen Lebensmittel versteht, dass also über den normalen Nährwert, der eben durch den Energiegehalt oder den Gehalt an der Stoffen vermittelt wird noch ein weiterer Zusatznutzen ist. Und da ist jetzt vielleicht die Pflanzenmargarine gar kein so schlechtes Beispiel, denn wenn ich dort jetzt diese Pflanzensterole anreichere, die in der Menge dort nicht vorhanden sind, die sind zwar natürlicherweise drin, aber nicht in der großen Konzentration, wenn ich die jetzt anreichere, dann führt es dazu, dass weniger Cholesterol aufgenommen wird und wir die Cholesterinspiegel damit quasi senken können.
Martin Hoffmann: Woran erkenne ich denn im Alltag funktionelle Lebensmittel? Also zum Beispiel Margarine habe ich überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt.
Prof. Dr. Jan Frank: Also natürlich wahrscheinlich damit oder daran, dass ein Hersteller es draufschreibt. Also er schreibt nicht drauf funktionelles Lebensmittel, aber der Herstaller wird werben mit einer gewissen Zusatzfunktion oder einem Zusatz nutzen. Wie jetzt eben dort. Wir haben das aber auch, wenn Sie auf Haferflocken draufschauen zum Beispiel, gerade Haferflocken-Extrakte zum Beispiel die einen hohen Gehalt an bestimmten Ballaststoffen haben, den Beta-Glukan, dann wird da draufstehen, dass diese Haferflocken oder dieses Produkt, das aus Hafer hergestellt ist, einen bestimmten Gehalt an Beta-Glukanen aufweist und damit eben auch lustigerweise wieder Cholesterol-Spiegel senkend wirken kann, wenn man es eben in einer gewissen Menge zu sich nimmt. Also in der Regel wird man es daran erkennen, dass ein gewisser Gesundheitswert, Mehrwert ausgelobt ist auf dem Produkt.
Martin Hoffmann: Und ich muss mich dann natürlich dann darauf verlassen, dass das dann auch alles so passt, weil wenn was extra dabei ist, dann macht es natürlich auch Sinn, von Herstellerseite damit Werbung zu machen.
Prof. Dr. Jan Frank: Es gibt, wie gesagt, die wissenschaftlichen Studien, die tatsächlich diesen Zusammenhang dann belegen, dass eben die EFSA, die das schon sehr kritisch prüft, auch wirklich zu dem Schluss kommt, ja, es gibt hier ausreichende wissenschaftliche Evidenz, die zeigt, wenn ich zum Beispiel diese Stoffe, diese Ballaststoffe in einer Menge von drei Gramm am Tag zu mir nehme, dann senkt das die Blut-Cholesterinspiegel- und Blutfettwerte. Auf diese wissenschaftliche Basis kann ich mich verlassen, wenn es als ein solcher Health Claim, also gesundheitsbezogene Werbung auf dem Produkt draufsteht.
Martin Hoffmann: Jetzt muss ich für mich mal noch so ein paar Unterschiede klarkriegen. Also wir haben Functional Food, wir haben Superfood, wir haben Nahrungsergänzungsmittel. Irgendwie gefühlt ist das alles so in einem Topf drin. Können Sie das für mich ordnen?
Prof. Dr. Jan Frank: Das ist tatsächlich sehr häufig im gleichen Topf drin. Aber wir können es versuchen. Funktionelle Lebensmittel haben, wenn sie denn wirklich funktionelle Lebensmitteln sind, wie gesagt, Inhaltsstoffe oder Eigenschaften, die tatsächlich einen Mehrwert generieren und dürfen dann auch entsprechend beworben werden, da gibt es gar nicht so viele, wie man vielleicht denkt, aber das ist relativ klar. Superfoods ist eher ein Marketingbegriff, bei dem man eben bestimmte Lebensmittel reingruppiert die einen bestimmten Mehrwert haben sollen. Aber wenn sich mal im Internet so eine Liste angucken mit die 10 Superfoods für, dann sind da häufig ganz normale Lebensmittel drin. Dann ist Lachs, Avocado, Grünkohl sehr häufig exotische Früchte tatsächlich als Superfood klassifiziert. Also das ist also eher ein Marketingbegriff und nichts, was sie wissenschaftlich belegbar hätten.
Martin Hoffmann: Nüsse, glaube ich, ganz oft.
Prof. Dr. Jan Frank: Es kommt wirklich auf die Liste drauf an, das ist fast alles, was irgendwo auch mal als Superfood auftaucht. Bei uns aber dann vielleicht einfach hier nur der Kohl von ums Eck ist, aber bei einer gewissen Blogger oder sowas dann vielleicht auch schon wieder ein Superfood sein soll. Und Nahrungsergänzungsmittel sind natürlich nochmal Produkte, die wir eher in den Bereich Pharma schieben würden, also Kapseln, Tabletten, Brausetablette, solche Dinge. Die konzentriert bestimmte Nährstoffe zuführen. In der Regel sind das Vitamine, Mineralstoffe oder auch beides. Es können sein bestimmte Pflanzenstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe wie Quercetin, Korkomin. Sehr häufig dabei Heilebeerextrakte sind dabei. Ganz viele solche Dinge, die dann gezielt zugeführt werden, weil man sich davon auch einen Mehrwert verspricht. Diese Nahrungsergänzungsmittel sind per rechtlicher Definition auch Lebensmittel. Sind also keine Pharma-Produkte und dürfen deswegen, weil sie Lebensmittel sind, auch keine nachgewiesene, ich sag mal, Gesundheitswirkung haben. Das ist so ein bisschen ein Graubereich bei den Nahrungsergänzungsmitteln.
Martin Hoffmann: Nochmal ganz kurz, die dürfen keine...
Prof. Dr. Jan Frank: ...nachgewiesene physiologische Wirkung haben. Das ist tatsächlich so, weil dann wären Sie ein Pharmaprodukt. Dann hätten Sie damit eine therapeutische Möglichkeit, etwas zu tun. Das heißt also der Hersteller muss ein Produkt generieren, von dem er sagt, es unterstützt wie ein Lebensmittel durchaus die Gesundheit, hat aber keine spezifisch gesundheitsfördernde Wirkung.
Martin Hoffmann: Das ist spannend.
Prof. Dr. Jan Frank: Das ist auch kompliziert, weil andersrum der Verbraucher und auch die Verbraucherschützer sagen, wenn ich so ein Nahrungsergänzungsmittel zu mir nehme, dann erwarte ich doch, dass eine gewisse Wirkung eintritt. Der Hersteller darf aber das Nahrungsegänzungmittel gar nicht so konzipieren, dass ein Wirkung eintritt. Von daher haben wir da so ein bisschen ein Produkt, das in einer Grauzone ist, weil häufig kann ich diesen Differenz zwischen hat eine Wirkung oder nicht natürlich über die Dosis erwirken. Das heißt also oft sind die Dosierungen, die dann drin sind so, dass sie zwar vielleicht einen Mangel ausgleichen können, wenn es einen Mangle gibt, bei den Vitamin Mineralstoffen sicherlich der Fall. Aber bei einem Pflanzenstoff habe ich keinen Mangel. Das heißt, die Frage ist jetzt, wenn ich den bestimmten Pflanzenstoff in einer bestimmten Menge zu mir nehme, habe ich eine Wirkung oder nicht? Und da, wie gesagt, ist dann die Studienlage oft schwammig und da gibt es keine so ganz harten Grenzen. Das ist Pharma-Forschung natürlich einfacher. Da habe ich irgendeinen Effekt, den ich brauche, um eben eine therapeutische Wirkung zu haben. Und da weiß ich, wenn ich nicht ausreichend dosiere, ist die Wirkung nicht da. Da habe ich eine relativ klare Wirkschwelle und die habe ich bei solchen sekundären Pflanzenstoffen beispielsweise nicht.
Martin Hoffmann: Vielleicht kommt so eine Art, ich reime jetzt mal das zusammen, so Placebo-Effekt vielleicht dann auch noch dazu, dass man so eine Wirkung vielleicht spürt. In diese Richtung, oder?
Prof. Dr. Jan Frank: Absolut. Das kommt auf jeden Fall auch noch mit dazu. Und man darf auch nicht vernachlässigen, wer nimmt denn jetzt zum Beispiel ein Nahrungsergänzungsmittel mit Heidelbeerextrakt drin? Dann hab ich ja eine gewisse Affinität zu solchen Produkten, möchte mich auch vielleicht gesund ernähren und bin auf der Suche nach etwas, was mir noch einen Zusatznutzen obendrauf bringt. So gesehen sind Nahrungsergänzungsmittel auch ein spannendes Thema, aber natürlich abzugrenzen von den funktionellen Lebensmitteln. Das ist tatsächlich eine komplett andere Kategorie.
Martin Hoffmann: Jetzt haben Sie vorhin gesagt, Functional Food, das ist natürlich eine große Bandbreite, die wir da haben. Aber wann hat Functional-Food tatsächlich einen Effekt im Körper, unter welchen Bedingungen, welche Bedingung müssen da herrschen?
Prof. Dr. Jan Frank: Das kann man so einfach natürlich nicht sagen, weil das immer auf das entsprechende Functional Food und den entsprechenden Inhaltsstoff oder die Eigenschaft des Lebensmittels ankommt. Functional Food könnte ja auch sein, dass bestimmte Ballaststoffe beispielsweise enthalten sind, so dass die Funktion, die in meinem Organismus entstehen soll, ist, dass eben die Stoffe aufquellen und ich sag mal eine zähe Masse in Anführungszeichen bilden und damit ein Sättigungsgefühl im Darm auslösen. Weil unser Sättigungsschleif auch darüber ausgelöst wird, dass Rezeptoren im Darm die Dehnung des Darmes wahrnehmen. Das kann ich auch machen. Ich muss die Substanz nicht mal aufnehmen, das kann rein sein, ich esse was, was in meinem Darm eine Wirkung hat, eine Sättigkeit auslöst. Dann hab ich trotzdem keinen Nährwert gehabt, aber durchaus eine Funktion. Und deswegen, um die Frage zu beantworten, ist es nicht so ganz trivial zu sagen, es muss eine bestimmte Voraussetzung sein. Was ich habe, ist natürlich, es steht auf den Lebensmitteln in einem Zweifelsfall drauf, in welcher Menge, in welche Regelmäßigkeit ich sie zu mir nehmen muss, um eine bestimmte Wirkung, die dort eben beworben wird, dann zu erzielen.
Martin Hoffmann: Jetzt reagieren wir natürlich alle unterschiedlich. Wir sind alles unterschiedliche Menschen. Welche Rolle spielt das Mikrobiom dabei?
Prof. Dr. Jan Frank: Das kommt sehr auf den Stoff drauf an, denn viele Mikronährstoffe zum Beispiel, also alle Mineralstoffe, Vitamine werden schon im Dünndarm aufgenommen. Da haben wir auch Darmbakterien, aber in deutlich geringerer Menge als im Dickdarm. Das heißt also eigentlich sind die ganzen Mineralstoffe und Spurenelemente und Vitamine schon längst vom Körper aufgenommen, bevor die Darmbakterien sie in nennenswerter Menge zu greifen bekommen. Das ist aber für viele andere Pflanzenstoffe, die nur zu einem Bruchteil aufgenommen werden, zum Teil anders. Da kann es sein, dass wir Pflanzenstoffe haben, die zum Teil resorbiert werden, dann vielleicht auch bei uns im Organismus systemisch eine Wirkung haben. Und ein Teil wird nicht aufgenommen, kommt dann im Dickdarm an und wird dort von Darmbakterien umgewandelt zu Metaboliten, zu Bruchstücken quasi, die dann entweder lokale Effekte im Dickdam haben können oder auch im Dickdarmen nochmal resorbieren werden können. Also so gesehen hat das Mikrobiom durchaus einen Einfluss, der nicht zu vernachlässigen ist, aber nicht für alles. Also es wird heute sehr oft mit allem, was wir essen, und mit allen Gesundheitsdingen in Zusammenhang gebracht. Aber da muss man vielleicht ein bisschen differenzierter sich das Ganze anschauen.
Martin Hoffmann: Haben Sie da noch mal ein konkretes Beispiel, wo das Mikrobiom wirklich eine Rolle spielt?
Prof. Dr. Jan Frank: Ja, tatsächlich gibt es Lignane. Das sind auch wieder Pflanzenstoffe, die in Leinsamen zum Beispiel vorkommen, in Nüssen, aber auch in Vollkorngetreide. Und es gibt tatsächlich Studien aus Finnland, die zeigen, dass Menschen, die sehr viel Vollkornsgetreide verzehren, ein geringeres Risiko haben, an Brustkrebs oder auch Prostata-Krebs zu erkranken. Und es ist so, dass diese Lignan eben nur zu einem Bruchteil aufgenommen wird. Viel davon kommt im Dickdarm an und wird dort von Darmbakterien in Abbauprodukte umgewandelt. Einer davon heißt Equol und Equol kann im Dickdam wieder aufgenommen werden. Und da ist jetzt bekannt, dass es eben sogenannte Equobildner und nicht Equolbildner gibt. Also basierend auf den Bakterien im Darm bilden Menschen dann eben bzw. die Darmbakterien Equol oder tun es nicht. Und die, die die Equol bilden, dort kann man auch das Equol hinterher im Blut nachweisen und sieht ein geringeres Risiko für eben diese östrogenabhängigen Krebserkrankungen wie Brustkrebs oder Prostata-Krebs. Also so gesehen ist dort ein schönes Beispiel dafür, wenn ich das richtige Mikrobiom habe, wird ein schützender Stoff gebildet und der kann eventuell einen Einfluss auf das Krebsrisiko sogar nehmen.
Martin Hoffmann: Jetzt lassen wir uns mal über Risiken oder Nebenwirkungen sprechen, wie es immer so schön heißt. Wie ist es denn zum Beispiel bei sehr stark angereicherten Produkten? Ich denke da jetzt auch wieder an dieses Plus so und so viel Gramm Protein nochmal obendrauf. Gibt es da einen zu viel und was macht es dann mit uns?
Prof. Dr. Jan Frank: Es gibt bei allem ein Zu-Viel. Es gibt, egal was wir uns anschauen, Paracelsus sagte ja schon, die Dosis macht das Gift. Das ist auch in der Ernährung so. Wenn ich mich sehr einseitig ernähre, immer nur das Gleiche esse oder bestimmte Stoffe so in den Fokus setze, dass sie zu ... Also, der Hauptpunkt meiner Ernährungen ist Protein jetzt beispielsweise, dann ist das nie gesundheitsfördernd. Man kann es nicht so pauschal sagen, dass es jetzt irgendwie den Stoff gibt, den man nicht zu viel nehmen sollte. Protein ist insofern vielleicht ein schönes Beispiel, weil es aktuell wieder sehr gehypt wird. Gerade auch natürlich in Fitnessstudios war es früher schon immer so. Für einen Bodybuilder war es schon immer wichtig, Eiweißdrinks zu sich zu nehmen. Aber auch dort ist es so, dass der Körper nur eine gewisse Kapazität hat, Nahrungsproteine in körpereigenes Protein umzuwandeln. Und deswegen liegt die Empfehlung ja aktuell im Normalfall bei 0,8 bis 1,2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht zu sichzunehmen. Wenn ich wirklich intensiven Sport mache, vielleicht auch 1,6 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht, aber viel mehr, da muss ich dann schon wirklich Hochleistungssportler und Athlet sein. Also sprich jetzt gerade bei der Olympiade vielleicht mitgemacht haben, dann macht das vielleicht Sinn für den Normalverbraucher aber nicht.
Martin Hoffmann: Jetzt haben Sie gesagt, Functional Food kommt eigentlich aus Japan. Und wir sind da wirklich in den 80ern. Deswegen habe ich mich gerade gefragt. Na ja, ich habe eigentlich gedacht, dass es eher so zum Trend ist. Aber eigentlich, wie Sie es beschrieben haben, ist es dann doch eine langfristige Entwicklung oder oder wie sehen Sie das gerade?
Prof. Dr. Jan Frank: Funktionelle Lebensmittel als solches sind sicherlich auch noch eine längere Geschichte. Pflanzliche Lebensmittel zur Heilzwecke einzusetzen, etc. Ist ja sicherlich, was es schon seit Jahrtausenden gibt. So gesehen ist es manchmal nur ein neues Label an alte Ideen. Bei den funktionellen Lebensmitteln war das stark natürlich auch getriggert von kommerziellen Interessen, dass die Lebensmittelindustrie natürlich ein Interesse hatte, solche Lebensmittel zu entwickeln, weil, wenn ich jetzt ein Label auf mein Brot machen kann, dass es gesünder ist, das Brot, das alle anderen verkaufen, kann ich dafür auch mehr Geld nehmen. Und das ist sicher etwas, was man nicht vernachlässigen darf, dass eben funktionelle Lebensmittel auch höherpreisige Lebensmittel sind und nicht unbedingt die günstigen.
Martin Hoffmann: Welche Rolle spielt dann natürlich bei dem, was Sie gerade angesprochen haben, Social Media, Aufklärung, was alles in diesen Hype da gerade reineght?
Prof. Dr. Jan Frank: Also gerade Social Media ist da ein extremer Treiber, also auch die Influencer. Social Media macht es vielleicht insofern ein bisschen problematischer, dass alle jetzt in einer Blase sitzen. Also ich... Bei Social Media, sehe ich ja das, was ich mir immer angucke und das wird alles verstärkt. Und wenn dort ein Trend ist und ich bin jetzt in der Blase drin, Protein muss ich mehr zu mir nehmen, dann werden mir immer mehr Beiträge angezeigt, und ich bin hinterher überzeugt, Protein ist das einzig wahre. Das Gleiche, wenn ich mir irgendwelche Pflanzenstoffe anschaue, wenn ich irgendwie Fischölfreund bin und Omega-3-Fettsäuren sind immer gut, überhaupt keine Frage für die Gesundheit. Aber wenn ich jetzt eben in Social Media Omega- 3-Festsäuren und ihren positiven Wirkungen folge, dann wird das auch immer mehr angezeigt werden. Und ich bin danach überzeugt, Omega-3-Fetsäuren ist das Wichtigste überhaupt auf der Welt. Also so gesehen Influencer und Social Media ein wichtiger Treiber, würde aber dort immern warnen davor, dass es keinen Influencer gibt, der das alles nur aus Gutmenschtum macht, sondern das in der Regel natürlich damit Geld verdient wird. Und deswegen würde ich gerade in den sozialen Medien stark hinterfragen, was ich so ständig angezeigt bekomme und mir auch noch mal die eine oder andere Informationsquelle dazusuchen würde. Und die sollte möglichst außerhalb von Social Media sein und vielleicht bei, ich sag mal verlässlichen Quellen, da können wo wir jetzt hier sitzen, quasi Krankenkassen natürlich zum Beispiel eine gute Quelle sein, weil dort natürlich auch Experten sitzen, die sich damit ein bisschen genauer auseinandergesetzt haben. Aber natürlich auch, es gibt Ernährungsberater, mit denen ich reden kann. Es gibt genug ausgebildete Kräfte, wo ich mal nachfragen kann.
Martin Hoffmann: Also wo man auch wirklich gesicherte Informationen herbekommen kann, die jetzt nicht unbedingt Werbung oder Marketing getrieben sind. Wo sehen Sie denn die größten Missverständnisse bei Verbraucherinnen, bei Verbrauchern, wenn wir über Functional Food sprechen?
Prof. Dr. Jan Frank: Ich glaube, dass oft überschätzt wird, wie viel Wirkung erzielt werden kann. Darüber, dass ich zum Beispiel nur einen Zusatzstoff zu mir nehme. Ernährung ist ein komplexes Thema und nie losgelöst von körperlicher Aktivität und meinem Lebenswandel. Ich kann nicht hingehen und sagen, ich esse den ganzen Tag nur Burger und Pommes und nehme dann abends noch eine Kapsel und dann bin ich plötzlich gesund. Oder ich esse dann halt noch meinen Skyr morgens und vielleicht meinen Joghurt mit Probiotika und der macht mich jetzt plötzlich gesund. Sondern gesunde Ernährung ist eine Lifestyle-Frage. Das heißt, ich habe nicht nur eine bunte Vielfalt an Lebensmitteln, die ich zu mir nehmen sollte und nicht sehr einseitig mich ernähren, sondern ich muss mich eben auch jeden Tag körperlich bewegen, ein bisschen Sport machen, auf jeden Fall spazieren gehen, vielleicht die Treppe nehmen und nicht die Rolltreppe oder den Fahrstuhl und eben aufpassen, dass ich beim Alkohol moderat bis in ganz meiden und natürlich nicht rauchen. All solche Dinge gehören dazu. Und wenn ich bei all diesen Dingen aber ein eher risikoreiches Verhalten an den Tag lege, dann brauche ich keine funktionellen Lebensmittel oben drauf, essen und hoffen, dass es mir gut geht.
Martin Hoffmann: Wenn Sie jetzt in den Supermarkt gehen, Marketing haben wir gerade angesprochen, Werbung haben wir angesprochen. Kriegen die Sie auch manchmal, dass sie zu so einem Produkt greifen, wo dann so ganz Fett irgendwie drauf steht, mehr Protein oder hier ist Kreatin drin oder dann doch vielleicht den Kaffee mit Kollagen, greifen Sie da auch mal zu oder sind Sie da total gefeit vor?
Prof. Dr. Jan Frank: Ich bin total anfällig, spannende Sachen im Supermarkt zu kaufen. Tatsächlich wäre es aber, wenn drauf steht, mehr Protein oder es ist Kreatin drin oder auch Kollagen, das würde mich überhaupt nicht jucken. Das würde mich nicht ansprechen, aber gerade neue Lebensmittel, die vielleicht anders schmecken, anders aussehen oder auch einen bestimmten Zusatznutzen durchaus versprechen. Also ich probiere gerne aus, ob es dann Dauerbrenner wird, hat dann eher was mit Geschmack zu tun. Ich musste ein bisschen dran denken, gerade wir haben vor mittlerweile auch über 20 Jahren mal ein Projekt damals noch an der Uni Kiel mit meinem damaligen Chef aufgesetzt und da ging es auch darum eben funktionelle Lebensmittel zu entwickeln und eines der ersten Gespräche, das wir hatten im größeren Kontext auch mit der Industrie, war tatsächlich, wenn ich... Das kann so gesund sein und der Wirkstoff kann noch so toll sein, wenn es hinterher nicht schmeckt, wird es nicht verkauft. Also von daher, der Mensch ist da sehr einfach gestrickt, es muss hinterher schmecken und irgendwie im Zweifelfall praktikabel sein, aber wenn ich was verkaufe, was nicht schmeckt, dann kann es noch so gesund sein, das wird keinen Absatz finden.
Martin Hoffmann: Kann ich nur unterschreiben, ich bin Genussmensch und wenn es nicht schmeckt, dann einmal und nie wieder. Vielen Dank, Herr Frank. Hab sehr, sehr viel für mich mitgenommen und ich schaue auf das Thema Functional Food jetzt nochmal ganz anders, jetzt wo ich auch weiß, dass es aus Japan kommt und eigentlich schon deutlich älter ist als gedacht, also aus den 80ern. Ganz viele neue Sachen für mich.
Prof. Dr. Jan Frank: Auch an Sie vielen Dank, hat Spaß gemacht und kann nur allen da draußen empfehlen, bunt und breit und vielfältig ernähren und dann wird schon alles gut.
Martin Hoffmann: Nach dem Gespräch mit Professor Frank muss ich mir definitiv noch mal Gedanken machen, welche funktionellen Lebensmittel ich weiterhin konsumieren möchte. Aber dieser angereicherte Griesbrei, der hat es mir schon echt angetan. Mal schauen, ich lasse das jetzt alles mal sacken. So, jetzt geht es mit mich weiter nach Ravensburg. Hier bin ich mit Julia Baschnagel verabredet. Und im Vorgespräch hat sie mir verraten, dass funktionelle Lebensmittel gerade für viele Patientinnen und Patienten wirklich ein großes Thema ist. Und da bin ich wirklich auf ihre Erfahrungen gespannt. So, ich bin jetzt in Ravensburg im AOK Gesundheitszentrum und hier bin ich mit Julia Baschnagel verabredet und eigentlich ist sie gerade in Elternzeit, aber sie kommt extra für uns heute hier für das Gespräch. Freut mich natürlich total, also ich gucke jetzt mal kurz, Ernährungsberatung. Hallo Julia, hallo!
Julia Baschnagel: Hi Martin, schön, dass ihr da seid.
Martin Hoffmann: Ja, danke, dass wir da sein dürfen. Julia, welche funktionellen Lebensmittel begegnen dir im Alltag am häufigsten und was ist da wirklich sinnvoll?
Julia Baschnagel: Also ich denke, was es schon über Jahre hinweg gibt, sind diese Joghurts mit Präbiotika und Probiotica. Es gibt aber natürlich auch solche neu modischeren Dinge wie jetzt Collagen-Café oder Protein-Porridge zum Beispiel. Also da gibt es eigentlich fast keine Lebensmittelgruppe, die keine funktionellen Lebensmittel beinhaltet.
Martin Hoffmann: Braucht man sowas überhaupt? Also braucht man funktionelle Lebensmittel für einen gesunden Lebensstil oder reicht so eine gesunde, ausgewogene Ernährung vielleicht auch aus?
Julia Baschnagel: Tatsächlich wird das immer wieder diskutiert, weil es ja auch manchmal heißt, die Lebensmittel geben gar nicht mehr so viel her, was Mineralstoffe und Vitamine und so weiter betrifft, auch durch Veränderungen, durch den Anbau und so weiter, aber tatsächlich ist es so, dass wirklich auch das reicht, was wir über normale Lebensmittel zu uns nehmen, wenn wir natürlich diese Regeln der deutschen Gesellschaft für Ernährung einhalten, dass wir einfach bewusst essen und von allem eben auch das richtige Maß einhalten.
Martin Hoffmann: Aber ist es eigentlich realistisch? Also wenn ich mir so meine Ernährung anschaue, ich glaube, ich probiere mich wirklich gesund zu ernähren. Ich glaube, ich deck das nicht alles ab, was so eigentlich in Anführungszeichen gefordert wird. Also macht es schon Sinn, gewisserweise das eine oder andere funktionelle Lebensmittel vielleicht einzubauen oder?
Julia Baschnagel: Also wenn ich eine spezielle Ernährungsform umsetzen möchte, sag ich mal, wenn ich jetzt vegan oder vegetarisch leben möchte und vielleicht auch viele Dinge gar nicht mag und dadurch schon so ein bisschen ausselektiere ein Lebensmittel, macht es vielleicht Sinn oder halt wenn ich auch in einer speziellen Gruppe bin. Also das heißt, wenn jetzt schwanger bin, einen höheren Bedarf habe oder in der Stillzeit zum Beispiel oder ältere Personen, die einfach manchmal einen Mangel an Vitamin D oder sowas haben. Da ist auf jeden Fall schon auch eine Möglichkeit, da was reinzuholen, wenn ich vielleicht nicht alle Sachen auch gerne esse.
Martin Hoffmann: Über die besonderen Personengruppen sprechen wir gleich noch mal genau. Ich würde noch mal kurz den Schritt gerne zurück machen und wenn wir uns diese Lebensmittel anschauen. Also zum Beispiel, ich habe mich mal so ein bisschen durchprobiert, durchs Regal, durch das Kühlregal, was da so alles stand und da ist zum Beispiel so ein Griesbrei, der angereichert ist mit Proteinen. Also so ein Becher hat dann 40 Gramm Proteine noch mal drin. Und da habe ich mich gefragt, naja, also auf der einen Seite ist es wahrscheinlich oder für mich persönlich war es deutlich leichter auf meine meine Proteine am Tag zu kommen, die ich so eigentlich laut Plan essen sollte. Auf der anderen Seite habe ich aber gedacht, das ist schon wieder so ein hoch verarbeitetes Lebensmittel, was ich da wieder zu mir nehme und das ist ja dann eigentlich kontraproduktiv. Deswegen die Frage, wie sinnvoll ist es, so ein funktionelles Lebensmittel zu mir zu nehmen, was aber eigentlich hochverarbeitet ist.
Julia Baschnagel: Ja, also generell gilt schon die Devise, je weniger Zutaten, desto besser. Also wenn ich jetzt so ein Lebensmittel oder so eine Verpackung umdrehe und da stehen schon 20 Sachen drauf, dann ist natürlich sehr, sehr viel auch an Zusätzen drin in der Regel. Da gilt ja dann auch immer dieser Richtwert, was als erstes genannt wird, muss von der Häufigkeit am meisten drin sein. Also von der Menge her meine ich jetzt. Und ja, vielleicht kann ich das auch anders abdecken. Vielleicht kann ich mir einen Griesbrei kochen. Ich kann darunter eventuell einen Quark oder einen Skyr rühren und hab so auch mein Eiweißgehalt bisschen erhöht. Das kann man auch geschickt durch natürliche Lebensmittel erreichen. Aber klar, es gibt immer wieder Situationen, wo ich vielleicht, wenn ich jetzt sag, ich ess vegetarisch und hab vielleicht ein Problem mit dem Eiweiss oder so was, könnte man auf so was zurückgreifen, muss immer im Kopf behalten, dass viele Zusätze drin sind. Und man könnte das manchmal einfach aufpimpen, indem man zum Beispiel Skyr oder Quark reinmacht, dass man einfach auch nochmal deutlich mehr an Eiweiß hat. Oder vielleicht Nüsse dazu isst, Mandeln beispielsweise haben auch sehr viel an Eiweiß.
Martin Hoffmann: Das heißt, man muss auch, wobei da es natürlich dann auch wieder selbst machen, dauert natürlich auch wieder Zeit und die hat man wahrscheinlich manchmal einfach nicht. Deswegen ist es ungesund, wenn ich ab und zu da drauf zugreife. Also ab und so hochverarbeitete Lebensmittel, die auch noch funktionell sind. Oder ist das okay, wenn das so in meinen Ernährungsplan mit rein nehme?
Julia Baschnagel: Also die Menge ist immer entscheidend natürlich, wenn ich das ab und zu mal mache und wenn ich da mit ein besseres Gefühl habe, weil ich vielleicht einfach das nicht schaffe, mir das zuzubereiten, dann macht das auf jeden Fall punktuell auch Sinn. Aber eigentlich ist es tatsächlich so, dass das, was wir essen, auch ausreichen würde vom Eiweiß. Also beim Eiweiß sind wir bei 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht, was für ein Eiweiß brauchen. Und das wird wirklich über die normale Ernährung eigentlich abgedeckt, wenn ich es geschickt mache.
Martin Hoffmann: Für wen kann denn Functional Food sinnvoll sein? Also ich denke jetzt an verschiedene Altersgruppen, jetzt gehen wir so ein bisschen in die Richtung, die du vorhin angesprochen hast, Altersgruppen, aber auch besondere Ernährungsformen oder wenn der Lebensstil auch ein bisschen variiert gerade.
Julia Baschnagel: Ja, wenn ich eben wenig Zeit hab, ist vielleicht ein Faktor. Wobei man das da auch immer ein bisschen aufrechnen muss, finde ich. So ein Griesbrei ist auch schnell gekocht, den könnte ich auch für mehrere Tage machen. Rühr den Quark unter, das geht natürlich trotzdem relativ schnell. Oder das kann man super mit Milchreis machen, schmeckt auch total lecker mit frischen Beeren. Wenn ich vielleicht wenig Zeit habe, da gezielt mir schnell was kaufen möchte, wo ich vielleicht einfach mehr Inhalt vermute. Muss ja natürlich auch so sein. Die müssen auch ein Verfahren durchlaufen, diese Lebensmittel, und dürfen auch nur auf den Markt gebracht werden, wenn sie wirklich einen gesundheitsforderlichen Effekt auch tatsächlich in dem Sinne haben. Also sonst darf das gar nicht auf den Markt. Gruppen, genau die älteren würde ich da herausnehmen und halt eben auch solche Dinge. Es gibt ja auch das Fluorid oder das Jod, das im Salz zum Beispiel zugeführt wird. Weil wir ja einfach im Jodmangelgebiet auch wohnen. Also sowas macht auf jeden Fall Sinn und natürlich, wie wir vorhin schon gesagt haben, die Schwangeren und die Stillenden, das natürlich auch. Oder die älteren Personen, ja, haben wir gesagt.
Martin Hoffmann: Noch mal auf die Schwangeren einzugehen. Welche Nährstoffe sind für die besonders wichtig? Was sollten die vielleicht auch über Functional Food nochmal abdecken?
Julia Baschnagel: Also vor allem Folsäure und Jod sind entscheidend. Die sollten auch unbedingt supplementiert werden. Also auch über Tabletten kann man das natürlich machen. Nahrungsergänzung. Ansonsten sind aber auch solche Dinge wie Eiweiß teilweise kritisch Vitamin C. Vitamin D sind da auch kritische Nährstoffe und auch Omega-3-Fettsäuren.
Martin Hoffmann: Kritisch heißt, sollte supplementiert werden, also sollte mehr davon zugeführt werden.
Julia Baschnagel: Also eine Empfehlung für die Supplementierung gibt es eigentlich nur für Jod und Folsäure. Das andere schafft man eigentlich, diesen Mehrbedarf auch über die Ernährung zu decken, wenn man eben gezielt richtig auswählt.
Martin Hoffmann: Wie erkenne ich denn im Supermarkt? Also ich war jetzt da öfters und bin wirklich gezielt auf diese Produkte mal gegangen und habe mir die angeschaut. Für mich war unglaublich schwierig zu erkennen, was sind da jetzt gute Produkte und was sind einfach Marketingprodukte, die überhaupt keinen wirklichen Effekt haben. Ich habe die auch umgedreht, ich habe auch den Tipp gemacht, umso weniger draufsteht. Ehrlich, da steht überall extrem viel drauf, deswegen war es für mich schwierig, aber wie erkenne ich gute, funktionelle Lebensmittel im Supermarkt?
Julia Baschnagel: Die Dosierungen anschauen. Also wenn ich jetzt weiß, ich habe zum Beispiel eher ein Mangel an Jod oder an Folsäure, wenn ich schwanger bin und ich supplementiere da eben mit Nahrungsergänzungsmittel und zusätzlich noch mit etwas anderem, dann kann es auch manchmal einfach zu viel werden. Also da auch immer so ein bisschen im Blick behalten, wie viel ich supplementieren. Das ist, denke ich, auch die Schwierigkeit, wenn ich dann wild Produkte auch kombiniere, dass es vielleicht auch mal zu viel sein kann.
Martin Hoffmann: Was passiert denn, wenn es zu viel wird? Also wenn ich jetzt zum Beispiel, bleib wir mal beim Proteinbeispiel, wenn ich mir jetzt dann abends noch diesen Griesbrei nochmal einverleibe und dann nochmal 40 Gramm nochmal extra habe und ich dann wirklich deutlich über über den Grenzwert rausgehe.
Julia Baschnagel: Also wenn ich deutlich über den Grenzwert bin, dann kann das irgendwann im Laufe des Lebens Nierenschädigungen, Herzschädigung, auch den Blutdruck beeinflussen natürlich. Aber es gibt ja schon auch Personengruppen, die einen höheren Bedarf an Eiweiß haben. Aber das sind, sag ich mal, eher die Leistungssportler, die halt einfach auch mehr brauchen oder vielleicht auch Personen, die entzündliche Krankheiten haben oder konsumierende Erkrankungen haben, die haben meistens auch einen erhöhten I-vase-Bedarf.
Martin Hoffmann: Aber wir reden dann hier wirklich über eine längere Dauer, wo das mal passieren muss. Wenn das ein, zwei Mal irgendwie passiert, dann passiert da nicht so Schlimmes.
Julia Baschnagel: Genau, also wenn ich dauerhaft zu viel einnehme. Bei Nahrungsergänzung gibt's auch so einen Richtwert, dass man sagt, zu drei bis fünf Monate kann man was supplementieren. Natürlich bei der Schwangerschaft nicht, da muss ich das hinwegmachen und über die Stillzeit hinweg. Aber ansonsten drei bis fünf Monate, um dann zu schauen, wie sieht's eigentlich aus. Da ist immer das Beste, wenn ich davor ein Blutbild mach, gucke, was fehlt, und dann gezielt zugebe.
Martin Hoffmann: Weil du gerade nochmal Schwangere ansprichst. Wie ist es denn bei denen, also wenn die funktionelle Lebensmittel essen und es dann ein zu viel wird, ist es gefährlich oder?
Julia Baschnagel: Kann tatsächlich gefährlich werden, weil es dann einfach auch diese Entwicklung des Kindes beeinflussen kann, je nach Mikronährstoff, welches halt dann zu viel ist.
Martin Hoffmann: Wie machst du das denn, also wenn wir über funktionelle Lebensmittel sprechen? Wie sinnvoll ist es, das in den Alltag zu integrieren und was rätst du da Leuten?
Julia Baschnagel: Also ich persönlich bin eigentlich eher so back to the basics, sag ich jetzt mal. Also ich mach natürlich berufsbedingt, das ist ja auch mein Herzthema. Ich mach sehr viel selber. Ich koch gerne, ich back gerne und so. Und ja, dann hab ich eigentlich gar nicht so einen großen Einsatz von solchen Lebensmitteln, weil ich einfach auch gerne viel selber mache. Aber wenn man dann mal was verwendet, einfach ja, weniger ist mehr, sag ich jetzt Mal, also dass man dann einfach aufpasst und nicht zu viel des Guten.
Martin Hoffmann: Und das empfiehlst du quasi auch Leuten, die zu euch kommen und sagen, naja, okay, funktionier Lebensmittel, ist schön und gut auf der einen Seite, ab und an ist es in Ordnung, aber eigentlich ist mehr die Idee selbst machen, vorbereiten vielleicht auch.
Julia Baschnagel: Genau, Meal Prep, was vorbereiten, kann ich auch für mehrere Tage gut im Kühlschrank aufbewahren, kann jeder mitnehmen in der Familie zum Beispiel, macht durchaus Sinn und genau, ansonsten weniger, einfach mehr.
Martin Hoffmann: Jetzt ist natürlich Functional Food auch so ein bisschen Social-Media-Trend. Wenn man das einmal aufgemacht hat, dann natürlich spielt der Algorithmus da auch nochmal mit rein und man kriegt das ja unglaublich viel dann auch angezeigt und da habe ich sehr oft auch in Kommentaren gelesen, dass Functional Food oft als so ein bisschen Ausgleich für eine schlechte Ernährung gesehen wird, da man sagt, naja ok, dann esse ich noch 2-3 Produkte davon, dann ist es in Summe gar nicht mehr so schlecht alles insgesamt. Welche typischen Fehler machen denn Menschen gerade dann, wenn sie eben Functional Food als Ausgleich für schlechte Ernährung sehen.
Julia Baschnagel: Ja, das ist eben das, was eigentlich nicht passieren sollte, weil dann hab ich ja ... Dann wird's total wild, sag ich jetzt mal. Dann nehm ich verschiedene Produkte. Es gibt Inhaltsstoffe, die sich gegenseitig beeinflussen, auch bei den Mikronährstoffen, der eine bedingt das andere. Dann wird es totales Chaos, auch im Körper. Wenn ich so was punktuell einsetze, trotzdem auf meine Ernährung achte, macht das am meisten Sinn. Aber wenn ich das als Ausgleich sehe, für das, dass ich mich nicht so gut ernähre, würde ich das nicht empfehlen. Also dann lieber gucken, dass die Ernährung grob passt, ich vielleicht dann mal ein paar Ausreißer drin habe, aber halt nicht das als die Lösung zu sehen für die schlechte Ernährungen.
Martin Hoffmann: Wenn du jetzt keine Zeit hättest, etwas selbst zu machen oder etwas vorzubereiten, und du würdest in den Supermarkt gehen und müsstest dir drei Produkte, drei funktionelle Lebensmittel raussuchen, was würdest du denn für dich aussuchen?
Julia Baschnagel: Hm, das ist eine gute Frage tatsächlich. Also, ich denke, was man immer grad für den Darmaufbau machen kann, was ja auch ein total irres und breites Thema ist, aber auch total im Trend, Präbiotika und Probiotika. Dass ich da mir einen Joghurt besorge, der vielleicht so was zugefügt hat, wobei ich das aber eigentlich auch gut über Kefir machen könnte. Oder über einen stichfesten Joghurt zum Beispiel. Da hätte ich auch natürliche Alternativen, wo auch lebende Bakterienstämme drin sind, die dasselbe machen. Also, das vielleicht... Klar, wenn ich jetzt einen Diabetes hätte oder so was, dann würde auch Sinn machen, dass ich mir vielleicht eine Margarine besorge, die mit Phytosterin angereichert ist, einfach um das da ein bisschen besser ins Gleichgewicht zu bringen, vom Cholesterin her. Würde auf jeden Fall aussehen machen, oder halt Hypocholesterin, mir hätte, also, ja.
Martin Hoffmann: Wir würden uns im Supermarkt gar nicht sehen. Also wir sind in so unterschiedlich in Ecken unterwegs. Also ich wäre wahrscheinlich wirklich an der Kühltheke und würde mir so einen Kreatinenjoghurt, den ich übrigens mal ausprobiert habe und fand ich jetzt gar nicht so lecker. Aber wenn es mal sein muss oder sowas, könnte ich mir vorstellen. Und wahrscheinlich würde ich bei diesem Griesbrei dann doch hängen bleiben. Der ist eigentlich ganz okay.
Julia Baschnagel: Ja, also ich hab auch schon mal so ein High-Protein-Joghurt oder Pudding gekauft, einfach zum Ausprobieren. Manchmal ist ja auch das Thema, ich möchte mir da ein bisschen Zucker einsparen, die sind ja auch zuckerfrei. Klar, dann könnte ich sowas schon mal auch als Alternative nehmen. Man probiert natürlich auch alles durch, wenn man in dem Beruf arbeitet. Man will ja auch wissen, was die Leute so essen. Wenn man es selber nicht macht vielleicht.
Martin Hoffmann: Und natürlich so ein probiotischer Joghurt, die finde ich auch immer super. Du hast gesagt, du machst gerne sehr viele Sachen auch selbst, bereitest die dann vor. Jetzt haben wir über so ein kleines Griesbrei-Rezept, hast du schon so ein bisschen angeteasert, selbst kochen und dann vielleicht ein Skyr dazu oder ein Magerquark dazu. Hättest du noch so eine einfache Idee, wie ich mir Functional Food selbst machen kann, was vielleicht auch ein bisschen hält, was ich dann immer mal wieder essen kann, so ein kleines Snack, und ich habe ein gutes Gewissen dabei. Hättest du da eine Idee, was man machen könnte?
Julia Baschnagel: Als kleiner Snack finde ich ganz cool solche Energiekugeln zum Beispiel, da kann ich was reinmachen an Nüssen, da kann ich etwas reinmachen, an Obst. Solche Sachen könnte ich auch mit Leinsamen beispielsweise noch was machen, einen Geschmackszutat mit rein, das könnte ich mir ein bisschen aufheben oder kann das auch einfrieren, portionsweise rausnehmen. Sowas denke ich ganz gut und ganz sinnvoll oder halt einfach über verschiedene Lebensmittel, die ich zusätzlich dann noch on top gebe. Also wenn ich einen Salat kann ich ja mal super, wenn ich auf mein Eiweiß gucken möchte mit Kichererbsen arbeiten oder mal Linsen mit rein machen. Oder ich gehe mal in Richtung Linsensalat. Solche Sachen, wo ich auch noch mal ordentlich Eiweiß rein kriege. Solche Sachen sind, denke ich, immer sinnvoll und auch für den Alltag praktisch, weil die Linsan dauern 10 Minuten, bis die gekocht sind. Kann ich mir auch kochen, am einen Tag einen Aufstrich draus machen, am anderen Tag zum Beispiel ein Salat oder so was.
Martin Hoffmann: Klingt auf jeden Fall alles total lecker und irgendwie kommt so das Hüngerchen direkt. Und ich nehme für mich auf jeden Fall mit, dass ich öfter Sachen noch mal selbst machen sollte. Und gerade so ein Griesbrei ist ja, wie du sagst, ist eigentlich sehr leicht gemacht. Julia, vielen, vielen Dank. Hab ganz viel mitgenommen, ganz viel gelernt. Und ich glaube, ich werde wirklich so Sachen vorkochen, machen, die in den Kühlschrank packen. Und dann habe ich so ein Snack für zwischendurch und habe kein schlechtes Gewissen dabei. Danke dir.
Julia Baschnagel: Perfekt, super, freut mich.
Martin Hoffmann: So, das waren wieder zwei sehr spannende Gespräche. Vor allem hat mich total überrascht, dass Functional Food schon so alt ist und dass es aus Japan kommt. Also aus den 80ern hatte ich so nicht auf dem Schirm. Und wenn ich an Julia Baschnagel denke. Dann denke ich gerade dran, dass ihr gesagt hat, naja, Functional Food ist auch immer ein Kostenfaktor und vielleicht ist das auch ein Anreiz, Sachen wieder häufiger selbst zu machen und vielleicht fange ich damit heute Abend direkt an und koche mir meinen heiß geliebten Griesbrei einfach selbst und rühre so ein bisschen Magerquark rein, dann ist das funktionell und vielleicht auch sehr lecker. Mal ausprobieren. Habt ihr schon mal Functional Food ausprobiert und wenn ja, was gefällt euch bzw. was gefällte euch vielleicht auch überhaupt nicht, schreibt's gerne mal in die Kommentare und tauscht euch aus. In den Shownotes gibt's natürlich auch wieder tiefer gehende Informationen zu dem Thema, klickt euch da mal durch, da ist zum Beispiel auch ein Kurs von der AOK über Superfood, lohnt sich sehr da mal reinzuschauen. Wenn euch der Podcast gefällt, am besten einfach abonnieren. Und natürlich freuen wir uns auch über eine Empfehlung. Fragen, Anregungen, Themenvorschläge. Ihr kennt das. Entweder ihr postet das direkt unter den Podcast oder ihr schreibt uns eine Nachricht über Instagram @gesundnah. Wir freuen uns, wenn ihr auch das nächste Mal wieder dabei seid. Ich bin Martin Hoffmann. Wir hören uns.
Outro: GESUNDNAH – der Gesundheits-Podcast der AOK Baden-Württemberg.
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